Neue Ansätze zur Überwindung von Therapieresistenzen beim Melanom

In einer kürzlich veröffentlichten Studie, an der Forschende des Tiroler Krebsforschungsinstituts (TKFI), der MUI und der UIBK beteiligt waren, wurde untersucht, wie Melanomzellen Resistenzen gegen zielgerichtete Krebstherapien entwickeln und wie diese überwunden werden können. Das bösartige Melanom wird häufig mit dem BRAF-Inhibitor Dabrafenib behandelt, der bei Tumoren mit einer BRAF-Mutation zunächst sehr wirksam ist. Dennoch verlieren viele Therapien im Laufe der Zeit an Wirkung, da die Krebszellen resistent werden.

Die Studie zeigt, dass resistente Melanomzellen ihren Stoffwechsel anpassen, um den durch die Behandlung verursachten Stress zu überleben. Dabei nutzen sie verstärkt die mitochondriale Energiegewinnung und alternative Nährstoffquellen. Diese Anpassungen helfen den Krebszellen zwar zu überleben, machen sie aber gleichzeitig anfälliger für gezielte Eingriffe. Die Forschenden konnten zeigen, dass das gezielte Stören dieser veränderten Stoffwechselwege die Empfindlichkeit der Tumorzellen gegenüber Dabrafenib deutlich erhöht.

Die Ergebnisse unterstreichen die wichtige Rolle des Tumorstoffwechsels bei der Entstehung von Therapieresistenzen und zeigen neue Möglichkeiten für Kombinationstherapien, um die Behandlung des malignen/bösartigen Melanoms langfristig zu verbessern.

Graphical Abstract
TKFI
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