Wir stehen für kreative Forschung

Die Arbeitsgruppe

Experimentelle Immunbiologie

Gruppenleitung: Assoz. Prof. Mag. Dr.rer.nat. Brigitte Kircher

Die Arbeitsgruppe Experimentelle Immunbiologie beschäftigt sich hauptsächlich mit immunologischen Untersuchungen zum Multiplen Myelom, einer unheilbaren Erkrankung, bei der im Knochenmark bestimmte B-Zellen, sogenannte Plasmazellen, abnorme Mengen von Antikörpern produzieren. Klinische Studien zeigen, dass die Gabe einer Kombination von Myelom-spezifischen Therapeutika (z.B. Bortezomib) und Medikamenten, die die Lebensqualität steigern und Komplikationen vermeiden (z.B. Denosumab zur Prävention/Behandlung von Osteolysen (Auflösung des Knochengewebes)), zu einer länger anhaltenden Zurückdrängung der Erkrankung führt. Dieser Effekt, sowie die Wirkung weiterer präklinischer Medikamente auf Myelomzelllinien, und in späterer Folge auf einzelne Zelltypen des Immunsystems, ist Gegenstand der derzeitigen Forschung.

Weiters untersuchen wir, ob Matrix-Metalloproteinasen (Zink-abhängige Endopeptidasen, die enzymatisch Peptidbindungen innerhalb eines Proteins spalten) im Blutplasma von Myelompatienten als Biomarker zur Unterscheidung von Hochrisiko- und Niedrigrisiko-Patienten etabliert werden können und auch eine Voraussage für das Ansprechen der Patienten auf die Therapie ermöglichen. In weiterer Folge soll der exakte Wirkmechanismus der Matrix-Metalloproteinasen auf das Knochenmark-Mikroenvironment (Milieu im Knochenmark) der Myelompatienten untersucht werden. Auf diesem Gebiet arbeiten wir eng mit der Arbeitsgruppe Jöhrer-Deym zusammen.    

Die Testung der biologischen Aktivität neu entwickelter Substanzen, die anti-tumoral bzw. anti-leukämisch wirken könnten, ist ein weiteres Forschungsgebiet. Derzeit wird an der Weiterentwicklung - inklusive Identifizierung neuer Wirkmechanismen -  von nicht-Platin haltigen Metallkomplexen (wie z.B. Salenkomplexen), Substanzen, die auf Schwefelharnstoffen basieren, und an der biologischen Wirksamkeit von Agonisten des Östrogenrezeptors 30 (G-protein coupled membrane bound estrogen receptor, GPR30) gearbeitet. Auf diesem Gebiet bestehen enge Kooperationen mit der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Ronald Gust (Institut für Pharmazie der Freien Universität Berlin und Institut für Pharmazie, Innsbruck), Prof. Mark McLachlan (Universität Vancouver) und Prof. Fabian Mohr (Fachbereich C - Anorganische Chemie, Bergische Universität Wuppertal).

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Das Tiroler Krebsforschungsinstitut hat sich ein mittelfristiges Ziel gesetzt: in enger Zusammenarbeit von Forschern und Klinikern sollen neue Krebstherapiekonzepte am Institut entwickelt und zum klinischen Einsatz gebracht werden. Dieses ehrgeizige Ziel unterstreicht den kreativen Optimismus, der die gesamte Initiative beseelt.
Gruppenleitung: Assoz. Prof. Mag. Dr.rer.nat. Brigitte Kircher

Publikationen

Würtenberger I1, Follia V, Lerch F, Cwikla C, Fahrner N, Kalchschmidt C, Flögel B, Kircher B, Gust R.. J Med Chem 2014, 58(2)588-97